Neues aus der Urologie

Nur durch konsequente Maßnahmen lässt sich die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Das hat auch Auswirkungen auf unsere Praxis.

Neue Therapieoption in der Behandlung von Harnblasenkrebs

4. Oktober 2019

Bisheriger Standard in der Behandlung des metastasierten Blasenkrebses war eine Kombinations-Chemotherapie. Bei Fortschreiten der Erkrankung nach vorangegangener Chemotherapie standen bis vor Kurzem keine wirksamen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Als neue Option sind heute sogenannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren zugelassen und in Anwendung. Diese Präparate sensibilisieren die Tumorzellen für das körpereigene Immunsystem. Die eigenen Immunzellen (T-Lymphozythen) erkennen so die "feindlichen" Krebszellen und können diese zumindest teilweise eliminieren. Da jedoch nicht alle Patienten auf diese Therapie ansprechen, werden vorab sogenannte Biomarker an dem Tumorgewebe identifiziert, die Informationen über die Wahrscheinlichkeit des Ansprechens eines solchen Medikamentes liefern sollen. Die bisher drei zugelassenen Präparate haben ein sehr gutes Verträglichkeits- und Wirksamkeitsprofil. Hauptnebenwirkung kann eine überschießende Immunreaktion des Körpers sein, welche sich gegen verschiedene gesunde Organe richten kann.